Nächstes Aufstellungs-Seminar mit Yoga und Meditation

Aufstellungseminar03022012

Co-Autor: Ab Mitte Januar 2012 im Buchhandel

Gefährliche Freiheit? Das Ende der Sicherungsverwahrung, von Peter Asprion

Mission possible! Frisch ab Presse, und ab Januar 2012 ist das erste Buch von Peter Asprion im Buchhandel erhältlich. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, zwei Interviews beizusteuern. Tolle Chance! Und ich wünsche dem Buch viel Erfolg!

Idee für eine neue Visitenkarte – Kommentare willkommen

Mein Schreibstil – viele Adjektive

Fantastisch: Die folgende Liste von Adjektiven ist zusammen gekommen, nachdem ich die KursteilnehmerInnen meines Kurses «Authentisch Schreiben / Mein Schreibstil – kein Zufall» gefragt hatte, wie sie ihren jetzigen Schreibstil benennen: Achtung – Fertig – Los
anführerisch
angriffslustig
anspielungsreich
authentisch
beruhigend
bildhaft
brüchig
diplomatisch
durchdacht
erfinderisch
fabelhaft
fantasievoll
fliessend
gebärend
gefühlvoll
genau
gwundrig
humorvoll
innehaltend
kämpferisch
klar
langsam
lauschend
lebendig
lebendig
lustig
punktgenau
schöpferisch
spinnend
spontan
tabubrechend
tastend
überprüfend
uferlos
versöhnlich
verständnislos
warmherzig
wortreich
zulassend
zutreffend

Zusammenarbeit am Oberrhein – zum Teil sogar mit der Schweiz!

INTERREG – das Programm der Europäischen Kommission zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit rief am letzten Novembertag 2011 zu einer Pressefahrt – und nur ganz wenige Journalisten kamen. Schade! Denn was die OrganisatorInnen auf die Beine gestellt hatten, spiegelte in anschaulicherweise woran wir immer weniger vorbei kommen: an der Vernetzung im Dreiland und an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Zuerst führte uns die charmante Crew der INTERREG (www.interreg-oberrhein.eu) zum Infozentrum «Tram 8 – grenzenlos» am Basler Wiesendamm, wo ein engagierter und aufgestellter Basler Beamte und Leiter des Amtes für Mobilität das grenzüberschreitende Strassenbahnprojekt Basel – Weil am Rhein der Linie 8 vorstellte. Die von der BVB betriebene Linie soll ab 2013 die Basler Innenstadt mit dem Bahnhof von Weil am Rhein verbinden. Die Verantwortlichen hoffen natürlich, dass dieser Neuerung ein genau so grosser Erfolg beschieden sein wird, wie der bereits seit 2008 operierenden Buslinie 38, welche die Rheinstadt mit dem deutschen Basler Vorort Grenzach-Wyhlen verbindet. Kleiner Wermutstropfen am Rande: da die Tarifierung der beiden Nachbarländer noch nicht aufeinander abgestimmt ist, passiert es sogar erfahrenen Benutzern des öffentlichen Regionalverkehrs, dass sie «schwarz» fahren. Das kommt daher, dass eine in der Schweiz erworbene Mehrfahrtenkarte zwar an den auf deutschem Boden installierten Fahrkartenautomaten abgestempelt werden kann, ihre Gültigkeit jedoch erst nach dem Grenzübertritt erlangt. Oder, umgekehrt, dass ein in Allschwil abgestempeltes Ticket nicht für den Grenzübertritt bestimmt ist, da zwischen den BVB und der Südbadenbus, einer Tochter der Deutschen Bahn, vereinbart worden ist, dass frühestens ein am Claraplatz abgestempeltes Ticket für die Fahrt nach Grenzach Wyhlen ausreicht. Noch Fragen? Gespannt dürfen wir sein, mit was für Spezialitäten die Verantwortlichen für die Tarifierung für die geplante Linie 3 von Burgfelden nach St.Louis aufzuwarten in der Lage sind. Ok, dafür bleibt noch Zeit, da nicht vor 2015 mit der Aufnahme dieser französisch-schweizerischen Verbindung gerechnet werden kann.

Weiter nach Lörrach ins phaenovum

Nach diesen zwei informativen Präsentationen aus dem Bereich Verkehr wurden wir in einem eleganten Reisebus zur nächsten Station nach Lörrach chauffiert. Dort wartete bereits die enthusiastische Projektleiterin des trinationalen Schülerforschungsnetzwerks «phaenovum», um uns in die offenen Geheimnisse dieses EU-Projektes einzuführen. Fortan ging es also um Bildung und Ausbildung. Die Ziele des auf dem Schulcampus Rosenfels (2400 Schülerinnen und Schüler) domizilierten «phaenovum» bietet Kindern und Jugendlichen von vier bis 19 Jahren die Möglichkeit sich in folgenden Gebieten zu betätigen: Physik/Nanosciences – Biologie/Chemie/Lifesciences – Informationstechnik/Robotik. Wer beim Lesen dieser Begriffe an gewichtige Vertreter im Wirtschaftsraum Dreiland denkt, liegt völlig richtig. Und so ist es auch ein erklärtes und nachvollziehbares Projektziel von «phaenovum», «Kinder und Jugendliche aus der Region für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, sie gut ausbilden und an sich zu binden.» Denn die Region, also Unternehmen sowie öffentliche und private Forschungsinstitute, braucht qualifizierte Fachkräfte in Forschung und Entwicklung, um den Standort langfristig zu sichern und zu entwickeln.» Als Projekt der EU – das Projektvolumen umfasste 2.29 Mio Euro – war «phaenovum» für drei Jahre bis Ende Februar 2012 vorgesehen. Die Projektleiterin versicherte, dass das mittlerweile bis November 2012 verlängerte Projekt auch danach weiter laufen werde. Zum Abschluss unseres kurzen Einblicks in dieses lebendige Wissenslabor bekamen wir zwei köstliche Kostproben serviert. Zum einen präsentierten zwei Jugendliche ihr prämiertes Forschungsprojekt zu einer Erklärung zum Verschwinden von Schiffen im sogenannten Bermudadreieck, zum andern demonstrierten uns zwei Schüler ihre Ergebnisse im Bereich der Robotik. Und wieder hiess es Abschied nehmen.

Mulhouse wartete bereits auf uns

Vom Schülerforschungsnetzwerk, dessen breites und attraktives Angebot auf der Website www.phaenovum.eu einzusehen ist, wurden wir nach Mulhouse auf das Campus der Ecole Nationale Supérieure de Chimie de Mulhouse – Université de Haute-Alsace geführt. Der Empfang war ebenfalls herzlich und die Orientierung über den vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Bachelor-Studiengang Regio Chimica sehr aufschlussreich. Regio Chimica ist ein grenzüberschreitender Chemie-Bachelor, der seinen Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit bietet, Wissenschaft und interkulturelles Wissen zu verbinden. Das erste Jahr verbringen die StudentInnen in Mülhausen. Der wissenschaftliche Unterricht wird in Französisch abgehalten, der interkulturelle Unterricht in Deutsch und die Veranstaltungen in Englisch. Danach dislozieren die StudentInnen, die mehrheitlich auf dem Campus wohnen, für ein Jahr an die Universität nach Freiburg im Breisgau, wo die wissenschaftlichen Fächer in Deutsch und der interkulturelle Unterricht in Französisch abgehalten werden. Die Veranstaltungen bleiben Englisch. Nach Abschluss des 2. Studienjahres können die Lernenden dann auswählen, wo sie das Abschlussjahr verbringen wollen; je nach Schwerpunkt in Freiburg oder in Mulhouse. Im Moment befinden sich 24 StudentInnen im zweiten Studienjahr, 29 haben Anfang September 2011 neu angefangen. Und was ist Ihnen nach dieser kurzen Berichterstattung aufgefallen? Ja, richtig – der grenzüberschreitende Chemie-Bachelor Regio Chimica findet trotz seines Namens, der eine Anhäufung von Anknüpfungspunkten bereit hält, ohne die Beteiligung der Schweiz statt. Natürlich versuchten die Initiatoren die Schweiz, sprich das Departement Chemie der Basler Universität ins Boot zu holen. Doch diese winkten ab, mit dem Argument, der entstehende Lehrgang könnte die Basler Fakultät konkurrenzieren. Glücklicherweise liessen sich die mittlerweile stolzen Initianten nicht von ihrem Vorhaben abbringen und stellten den grenzüberschreitenden Chemie-Bachelor auf die Säulen Deutschland und Frankreich. Und trotz ihres nüchtern-skeptischen Blicks über die Grenze sind sie offen geblieben für den nachträglichen Einstieg der Schweiz ins gemachte Nest. Denn sie glauben fest daran, dass es sich in zwei Jahren um ein trinationales Projekt handeln wird.

Zum Schluss noch sehr privat

Zum Abschluss dieses gelungenen Programms, wofür ich INTERREG herzlich danken möchte, kam ich dann noch in den Genuss einer Geste, die damit zu tun hatte, dass sich aus der Stadt Basel nur ein einziger Journalist über die Grenze getraut hatte. Verständlicherweise hätte es sich daher nicht gelohnt mit dem grossen, in Mulhouse stationierten Reisebus extra noch einmal nach Basel und zurück zu fahren. Die Lösung war so einfach wie luxuriös: Der amtierende und mit sehr viel grenzüberschreitender Energie (ihm ist es ein grossen Anliegen, dass die Elsässer Deutsch lernen und die Deutschen Französisch) ausgestattete Bürgermeister von Sierentz fuhr mich in seinem sehr bequemen Auto zum Euro-Airport, von wo ich, nach einem simplen Grenzübertritt, meine Reise mit dem öffentlichen Verkehr Richtung Bahnhof SBB fortsetzte und erfüllt beendete.

Unterwegs – Kein Zufall!

Im Moment habe ich das Vergnügen mit fünf Menschen in meinem Kurs «Authentisch Schreiben – Mein Schreibstil – Kein Zufall» unterwegs zu sein. Ich fühle mich beschenkt und werde be-reichert. Danke.

Was meint-denkt-spürt Ihr zum Begriff «polyamor»?

Was meint Ihr dazu?
Gesprächsauszug mit dem Psychologen und Buchautor Holger Lendt: «Die polyamoren Menschen, die ich kenne, lieben mehrfach exklusiv. So komisch sich das anhört. Wenn ich mit A zusammen bin, denke ich nicht an B oder vergleiche mit C. Das ist ein schöner Treuebegriff für uns. Mein Partner darf auch andere wollen, solange er mich weiterhin liebt. Das ist ein Gebot: «Liebe mich!» und kein Verbot: «Liebe keine anderen!»
Freue mich auf eure Gedanken?

Read my website in english

New on my website. Content in english. Happy reading!

www.sprachraummeyer.ch

Entschleunigung zum Zweiten

Schon wieder so eine schöne Quartiergeschichte. Heute über Mittag entfernte ich mich, da immer noch sehr humpelnd und Trottoir vermessend unterwegs, nur wenig von meinem Büro und landete in einer feinen Gaststätte. Obwohl diese neuerdings montags geschlossen ist, was ich natürlich nicht wusste oder erfolgreich verdrängte, wurde ich im Garten bedient. Sauschön, saugut und saunett (alles nur geschrieben wegen saugut). Mein Herz hüpfte, meine Geschmackszellen jodelten und mein Magen freute sich. Was diese Entschleunigung nicht alles mit sich bringt.

Entschleunigung zeigt Quartier-Zugehörigkeit

Was die Entschleunigung infolge eines Muskelfaserrisses nicht alles an die Oberfläche bringt. Zum Beispiel Zugang zum Gefühl, in einem Quartier willkommen geheissen zu sein. Oder wie soll ich meine Erfahrungen von heute morgen anders interpretieren: Kaum auf dem Gehsteig – infolge der temporären Beinträchtigung sehr schleppend unterwegs – eilt vom gegenüberliegenden Trottoir der Schneider von nebenan zu Hilfe. Er fragt mich, ob ich etwas brauche. So nett! Oder der Mikrounternehmer, der seine Lebensmittel fast rund um die Uhr feilbietet, verkleidet seine Anteilnahme in einem Scherz: Was machen Sie da? Messen Sie das Trottoir ab? Und der kleinen Schritte noch nicht genug, passiere ich auf dem kurzen Nachhauseweg – ein in der Gegend arbeitender Handwerker regelt für mich bei der waghalsigen Überquerung der Strasse den Verkehr – noch einen Kopierladen. Natürlich fühlt sich auch diese angestellte Klein-Unternehmerin in meinen Schmerz ein und lacht: Nicht zu schnell laufen.
Ich merke, wie fein das ist, im Quartier einmal entschleunigt unterwegs zu sein und dadurch mit dem schönen Gefühl in Kontakt zu kommen, auch auf dieser Ebene Zugehörigkeit zu fühlen.

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